Merkblatt für die Erste Hilfe

Erste Hilfe bei Vergiftungen


Erkennen:  Angaben des Verletzten und anwesender Personen; Anzeichen im Umfeld für das Einwirken giftiger Stoffe

Grundsatz Verletzten unter Selbstschutz aus Gefahrbereich in frische Luft bringen

Maßnahmen - kontaminierte Kleidung entfernen - für Körperruhe sorgen - vor Wäremverlust schützen - bei Atemnot Sauerstoff inhalieren lassen - für ärztliche Behandlung sorgen - chemische Stoffe und durchgeführte Maßnahmen angeben

siehe auch Merkblatt für die Erste Hilfe bei Einwirkung gefährlicher chemischer Stoffe (ZH 1/175); exteren Anfragen im Zusammenhang mit Vergiftungsunfällen

Erste Hilfe bei Verbrennungen


Erkennen: Hautrötung, Blasenbildung, tiefergehende Gewebeschädigungen                               

Gefahren: Schock, Störung der Atmung, Infektion

Maßnahmen - brennende Personen löschen - mit heißen Stoffen behaftete Kleidung sofort entfernen - auf der Haut festhaftende Stoffe nicht entfernen - lokale Kaltwasseranwendung - Brandwunden keimfrei bedecken - vor Wärmeverlust schützen - ständige Kontrolle von Bewußtsein, Atmung, Kreislauf

Erste Hilfe bei Verätzungen


Grundsatz: auf Selbstschutz achten                             

Erkennen: Haut Rötung, Blasenbildung, Gewebezerstörung, Schmerz

Gefahr schlecht heilende Wunden, Infektion

Maßnahmen - kontaminierte Kleidung entfernen - Haut ausgiebig mit Wasser spülen - notfalls ätzenden Stoff abtupfen Auge

Erkennen krampfartiges Zukneifen der Augenlider

Gefahr Erblinden

Maßnahmen Auge unter Schutz des unverletzten Auges ausgiebig mit Wasser spülen Verdauungsorgane

Erkennen Speichelfluß, weißlicher Belag in Mund/Rachen

Gefahren Speiseröhren- oder Magendurchbruch, Schock

Maßnahmen reichlich Wasser in kleinen Schlucken trinken lassen, aber niemals zum Erbrechen bringen, Schockbekämpfung

bei Reizgasen Bei Verätzung der Atmungsorgane durch Reizgase (Chlor, Nitrose Gase, ...) für absolute Körperruhe sorgen, liegendtransport ins Krankenhaus

Erste Hilfe bei Unfällen mit elektr. Strom


Grundsatz: auf Selbstschutz achten, bei Hochspannung oder unbekannter Spannung min. 5 m Abstand               

Gefahr Atemstillstand, Herz-Kreislauf-Stillstand, Verbrennungen

Maßnahmen Bei Niederspannung (bis 1000 V) Strom unterbrechen durch ausschalten, Stecker abziehen, Sicherung herausnehmen Bei Hochspannung (über 1000 V) Fachpersonal verständigen Bei jedem Elektrounfall ständige Kontrolle von Bewußtsein, Atmung, Kreislauf

Erste Hilfe bei Schock


Erkennen: Schneller und schwächer werdender, schließlich kaum tastbarer Puls, fahle Blässe, kalte Haut, frieren, Schweiß auf der Stirn, Teilnahmslosigkeit (Diese Anzeichen treten nicht immer alle und nicht immer gleichzeitig auf)        

Maßnahmen - Schocklage herstellen - Blutungen stillen - vor Wärmeverlust schützen - für Ruhe sorgen - tröstender Zuspruch - ständige Kontrolle von Bewußtsein, Atmung, Kreislauf

Julius-von-Sachs-Institut für Biowissenschaften     Julius-von-Sachs-Platz 2-4     97082 Würzburg     Tel. +49 (0)931/31-86201

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